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5. Februar 20264 Min. Lesezeit

Was kostet eine App? Preise und Faktoren für 2026

Eine App entwickeln lassen kostet zwischen 800 € und über 50.000 €. Was den Unterschied ausmacht, welche App-Typen es gibt und wie Sie als Auftraggeber klug planen.

„Ich habe eine Idee für eine App" – das hören wir bei Mousewerk regelmäßig. Und die nächste Frage folgt immer sofort: Was kostet das? Die Spanne ist riesig: Von knapp 800 € für eine einfache Branchenlösung bis zu mehreren hunderttausend Euro für komplexe Plattformen. Hier erklären wir, was den Preis bestimmt.

Die drei Haupt-App-Typen und ihre Kosten

Progressive Web App (PWA): ab 500 €

Eine PWA ist technisch gesehen eine Website, die sich auf dem Smartphone wie eine App anfühlt. Sie kann auf dem Homescreen installiert werden, funktioniert offline und lädt schnell.

Vorteile:

  • Kein App-Store-Review, sofort verfügbar
  • Eine Codebasis für alle Geräte
  • Günstig in Entwicklung und Wartung

Nachteile:

  • Eingeschränkter Zugriff auf Hardware (Kamera, GPS, Bluetooth)
  • Kein nativer App-Store-Eintrag

Ideal für: einfache Informations-Apps, interne Tools, Begleit-Apps zu einer Website.

Cross-Platform App (React Native): ab 800 €

Mit React Native wird eine App einmal entwickelt und läuft auf iOS und Android. Das spart erheblich gegenüber zwei separaten nativen Apps.

Vorteile:

  • iOS und Android aus einer Codebasis
  • Sieht und fühlt sich nativ an
  • Zugriff auf Kamera, GPS, Benachrichtigungen etc.
  • Deutlich günstiger als zwei native Apps

Nachteile:

  • Bei sehr komplexen Animationen oder hardwarenahen Funktionen Grenzen
  • Gelegentlich plattformspezifische Bugs

Ideal für: die meisten Business-Apps, Kunden-Apps, Buchungs- und Service-Apps.

Native App (Swift / Kotlin): ab 5.000 €

Separate Apps je Plattform, entwickelt in der jeweiligen Originalsprache. Maximale Performance, voller Zugriff auf alle Betriebssystem-Features – aber doppelter Entwicklungsaufwand.

Ideal für: Apps mit extremen Performance-Anforderungen, Spiele, hardwarenahe Anwendungen.

Was den Preis einer App bestimmt

Funktionsumfang

Jedes Feature kostet Entwicklungszeit. Die häufigsten Kostentreiber:

  • Nutzeranmeldung / Login (E-Mail, Google, Apple Sign-In): +Aufwand
  • Backend und Datenbank (eigener Server, API): +erheblicher Aufwand
  • Bezahlfunktion (Stripe, PayPal, In-App-Käufe): +Aufwand + laufende Gebühren
  • Push-Benachrichtigungen: moderat
  • Offline-Modus: moderat bis hoch
  • Admin-Dashboard (zur Verwaltung der App-Inhalte): oft genauso aufwändig wie die App selbst

Design

Ein professionelles UI/UX-Design, das benutzerfreundlich und optisch ansprechend ist, macht einen erheblichen Anteil des Budgets aus. Es lohnt sich – schlecht designte Apps werden schnell wieder gelöscht.

App-Store-Veröffentlichung

Die Einreichung im Apple App Store kostet 99 USD/Jahr für ein Developer-Konto. Google Play kostet einmalig 25 USD. Dazu kommt der Review-Prozess, der bei Apple mehrere Tage dauern kann.

Wartung und Updates

Eine App ist kein einmaliges Produkt. Betriebssystem-Updates (iOS, Android) erfordern regelmäßige Anpassungen. Rechnen Sie mit ca. 10–20 % des Entwicklungsbudgets pro Jahr für Wartung.

Wie Sie Ihr App-Budget klug einsetzen

MVP-Ansatz: erst das Minimum

Statt sofort alles zu bauen, empfehlen wir meist ein Minimum Viable Product (MVP): die kleinste Version der App, die Ihren Kern-Usecase erfüllt. So können Sie echtes Nutzerfeedback sammeln, bevor Sie in weitere Features investieren.

Ein MVP kostet weniger, bringt Sie schneller an den Markt und reduziert das Risiko, Features zu entwickeln, die niemand nutzt.

Priorisieren Sie Kern-Features

Erstellen Sie eine Liste aller gewünschten Features und sortieren Sie sie: Was ist für den Start unverzichtbar? Was kann in Version 2 kommen? Diese Übung spart Budget und Entwicklungszeit.

Planen Sie Backend-Kosten ein

Viele App-Ideen übersehen, dass die eigentliche Logik im Backend steckt. Ein Server, der Daten speichert, Nutzer verwaltet und Geschäftslogik ausführt, ist oft genauso aufwändig wie die App selbst. Cloud-Dienste wie Supabase oder Firebase können helfen, Backend-Kosten zu reduzieren.

Realistisches Beispiel: Eine Buchungs-App

Stellen Sie sich eine App vor, mit der Kunden Termine bei einem Dienstleister buchen können:

  • Nutzer-Login (E-Mail + Social): 1–2 Tage
  • Terminkalender und Buchungslogik: 3–5 Tage
  • Benachrichtigungen (Erinnerung, Bestätigung): 1–2 Tage
  • Admin-Dashboard für den Dienstleister: 3–4 Tage
  • Design und Feinschliff: 2–3 Tage

Gesamtaufwand: ca. 10–15 Entwicklungstage. Bei einem Tagessatz von 600–800 € ergibt das 6.000–12.000 € – realistisch für eine solide, nutzbare Buchungs-App.

Unser Ansatz

Wir entwickeln Apps mit React Native und Node.js-Backend. Vor dem Start erstellen wir gemeinsam mit Ihnen eine Feature-Liste und einen realistischen Kostenvoranschlag – ohne versteckte Extras. Das erste Gespräch ist kostenlos.

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